27/08/2019

Mein Wahlkampf. Mittendrin statt nur dabei!:)))))

Schön, dass Sie auf meine Seite gefunden haben! Ich könnte mir vorstellen, Sie haben meine Plakate gesehen. Stimmts? So richtig geärgert über den Kopfsalat am Strassenrand? Muss nicht sein. Denn:

Das war eine echt gute Idee hier vorbeizuschauen. Hinter dem Slogan Kern nach Bern (das findi ächt s Beste am Ganze) stecke ich. Gina Kern. Ich bin wie die Jungfrau zum Kind oder eben die Gemeinderätin aus Ehrendingen zum Nationalratwahlkampf gekommen. Ich bin in einer freisinnigen und liberalen Familie in Baden AG aufgewachsen. Mein Papi war Mitglied der FDP, ich bin es seit meiner Jugend auch. Politik fliesst im Kern-Blut. Ich bin im Gemeinderat in Ehrendingen und Vorsteherin des Ressorts Bildung. Ich erlebe unsere direkte Demokratie und die so wertvolle Milizarbeit hautnah. Ich fühle mich sehr wohl. Und ich werde auch weiterhin glücklich sein in diesem Gremium nach dem 20. Oktober 😊

Ich landete einen Tag vor Nennschluss auf der Hauptliste der FDP. Ich hakte die Anfrage und die Anmeldung der Bezirkspartei als Horizonterweiterung ab:) Ich kannte kein Mensch. All meine Gspändli dieser Liste habe ich bei der Nominierung zum ersten Mal gesehen. Die kennen sich alle vom Grossrat – stellte ich fest. Ich bin eine Neuling-in:) Kein Witz. Und ich dachte mir, komm, wenn du mitmachst, dann mach was. Also versuchte ich mal Geld zu sammeln (hier mein Blog dazu). Das ist gar nicht so einfach – ohne Netzwerk und so. Doch ich fand einige Spender, die an mich glaubten und mir Geld überwiesen. Also versuche ich es sinnvoll einzusetzen.

Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich auch mal im Schademühlerank in Baden stehe!

Ich liess mal ein paar Flyer drucken. Dass ich an Veranstaltungen nicht so leer da stehe. Ernsthaft. Ich klaute zudem ein paar FDP-Schöggeli und verteilte sie. Die Leute mögen das. Mit Futter fängt man Wähler:) Mit Sonnencreme auch. Meine Kollegen machen teilweise den dritten oder vierten Wahlkampf. Vollblutprofis. Und ich? Total verloren. „Du musst dir ein Wahlkampfteam aufbauen“, hiess es schon früh. Was ich? Ein Wahlkampfteam. Das kann ich doch niemandem antun. Ich beschloss mein eigenes Team (und ein paar Eingeschworene) zu sein. Heute weiss ich, warum man mir das sagte….. Aber es ist gut so wie es ist. Es macht Spass und ist echt beflügelnd. Ich bin so richtig in Fahrt gekommen. Mittlerweile brettere bin ich mit 120 auf der linken Spur. Es fährt sich gut. Manchmal hopert die Kiste etwas. Aber ich habe mich gesteigert. Erst war ich mit 80 auf der rechten Spur. Das war komfortabel aber total langweilig. Alleine und verlassen. Die Lastwagen und ich.

Ich hatte – bei dem 80er- Tempo – genug Zeit zum Nachdenken. Ich wollte ja keine Plakate machen. Diese elende Verschandelung der Gegend!!! Schon gar keine Wildplakate! Aber wie es dann so kommt, plötzlich muss man dann kurzfristig doch mal aufs Pedal drücken – ich muss echt zugeben – die Karre kam so richtig in Fahrt. Ich überhole nicht. Denn meine ambitionierten Gspändli von der FDP-Hauptliste sind mit richtigen Sportwagen unterwegs. Die geben mächtig Gas. Gut, dieses Bild ist nun wieder nicht CO2 neutral, ich weiss. Ich fahre trotzdem Auto. Und bin froh, wenn wir genug Spuren nach Bern haben… Zurück zu meinen Listen-Gspändli. Sie sind gleichzeitig die grössten Konkurrenten. Das war mir voll auch nicht bewusst. Denn die FDP Aargau hat in Bern drei Sitze zu verteidigen, ja sie möchte gar noch einen Vierten dazu gewinnen. Zudem wollen wir – das hat Petra Gössi gesagt – die SP überholen. Gut, die fahren im Moment Velo. Das sollte klappen:)

Politiker sollten ernst sein. Ich weiss. Aber als Polit-Neuling soll frau auch Spass haben. Apropos Frau. Mein Pferdetransporter, ein 3.5 Tönner, haben wir zu einer Bar umgestaltet. Unter dem Titel fdp-frauenbuessli.ch (nachschauen!!!) touren wir durch den ganzen Kanton! Acht top Girls, gutaussehend und blitzgescheit verteilen blaue Drinks. Fragen?

fdp-frauenbuessli.ch

Dieser Wahlkampf ist massgeblich horizonterweiternd. Am Sonntag meine Wildplakate zu stellen war super anstrengend -uns heiss! Ich musste meinen Wollpulli, den ich um 7 Uhr Morgens bei Nebel überstreifte, bald schon ausziehen. Ich weiss, das interessiert kein Mensch. Aber das ist in der Politik so!!!!! Da wird viel geredet und nichts gesagt.

Es braucht wieder Charakterköpfe und keine Weichspüler in Bern. Es braucht klare Aussagen und kein Wischiwaschi und wir sind konsequent positiv statt ängstlich und neidisch. Das gefällt mir. Ich stehe ein für eine liberale und offene Schweiz. Für einen achtsamen Umgang mit der Umwelt, mit unseren Energien. Aber vernünftig und ohne Gesetze. Für eine starke Bildung und Forschung. Die Digitalisierung wird unser Leben noch viel mehr ändern. Arbeitsplätze, Arbeitsmodelle und Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss neu überdenkt werden. Es braucht grosse Schritte um nach Bern zu kommen. Und vor allem etwas: Vollgas!

Herzlich